Tempelhofer Feld bleibt wie es ist

Liebe Leserinnen und Leser,

alles bleibt wie es ist auf dem Tempelhofer Feld. Die Berlinerinnen und Berliner haben über die Zukunft ihres Tempelhofer Feldes entschieden. Über Monate wurde dieses Thema öffentlich und sehr kontrovers diskutiert. Viele Menschen haben sich engagiert. Die einen, um das Feld zu „retten“, die anderen um eine Bebauung durchzusetzen.

Wohnraum muss bezahlbar bleiben, da sind sich wohl alle einig. Das wird aber nur gelingen, wenn neuer Wohnraum in Größenordnungen geschaffen wird. Die Einwohnerzahlen wachsen stetig. Bis zum Jahr 2030 werden 250.000 mehr Menschen hier leben. Deshalb war es vom Senat nur folgerichtig, eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes zu planen. Vielleicht hätte man einen Kompromiss gefunden, wenn da nicht auch noch die Zentrale Landesbibliothek gewesen wäre. Ein Vorhaben, welches viele Berliner nachhaltig ablehnen. Die verkehrliche Anbindung des Feldes während der Bauphase von 4700 Wohnungen nebst Gewerbegebieten und auch nach der Fertigstellung ließ ebenfalls viele Fragen offen. Nun ist die Entscheidung über die Zukunft des Tempelhofer Feldes gefallen und sie war nicht einmal knapp. Die Initiative 100% Tempelhofer Feld erzielte 64,3 %, 63,8 % in Treptow-Köpenick. Es wird also keine Bebauung und keine Zentrale Landesbibliothek auf dem Feld geben.

Wir leben heute in einer Demokratie und das ist gut so. Es gibt die Möglichkeit, Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheide zu initiieren. Zu dieser gelebten Demokratie gehört es auch, dass man mit den Ergebnissen verantwortungsvoll umgeht.

Für den Senat heißt  das nun: Umdenken! Wir brauchen Wohnungen, daran ändert sich nichts. Ich bin der festen Überzeugung, Alternativstandorte, bei denen dann die Akzeptanz vor Ort und auch die verkehrliche Anbindung stimmt, gibt es genug in unserer Stadt.

 

Herzliche Grüße

Ihre Katrin Vogel, MdA

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