Neuer Fahrplan – Alles auf Anfang, keine Verbesserungen

Betrachtungen der JU Treptow-Köpenick

Seit 2011 beschäftigt sich die CDU-Fraktion in der BVV Treptow-Köpenick auf Betreiben der Jungen Union (JU) und des CDU-Ortsverbands Treptower Norden mit dem Verkehrskonzept der BVG im Bezirk. Insbesondere war hier in den letzten Jahren in mehreren Anträgen und Anfragen die Situation des Busverkehrs im Bereich Alt-Treptow ↔ Altstadt Köpenick, über Schöneweide und Oberspree, ein Thema.

In diesem Bereich verkehrte bis zum Fahrplanwechsel der BVG am 14. Dezember 2014 die Buslinie 167, die sich, da sie zwei Einkaufszentren, ein Kino, ein Krankenhaus und ein Ärztezentrum, drei S-Bahnhöfe und zwei U-Bahnhöfe mit Wohngebieten quer durch den Bezirk verband, sowie sieben Oberschulen erschließt, besonders im Morgen- und Nachmittagsverkehr einer enormen Auslastung gegenüber sah. Durch diese herausragende Bedeutung dieser Linie und der stetig steigenden Fahrgastzahlen in einem wachsenden Bezirk, forderten wir gemeinsam mit der BVV-Fraktion von der BVG, hier in den Hauptverkehrszeiten einen 10-Minutentakt einzurichten, um den wachsenden und steigenden Ansprüchen gerecht zu werden.
Zu ihrem regulären Fahrplanwechsel hätte die BVG nun die Chance gehabt, klug auch auf Forderungen aus der Bürgerschaft zu reagieren. Doch wider Erwarten entschied sich die BVG, die Situation noch prekärer zu gestalten und Alt-Treptow von der Verbindung abzuhängen und lieber innerstädtisch mit der neugeschaffenen Linie 165 Kreuzberg mit Köpenick zu verbinden und dann nicht einmal einen 10-Minutentakt einzuführen, sondern auch diese, sogar noch längere Verbindung bis in Berlins Mitte hinein nur im 20-Minutentakt verkehren zu lassen. Dies bedeutet allein für viele Schüler im Bereich Alt-Treptow nun eine 15-minütige Umsteigezeit in ihrem eigenen Bezirk, um ihre Schulen zu erreichen. Somit ist auch dieser Fahrplanwechsel wieder an uns vorbeigegangen, ohne dass sich die durch die Politik beauftragte BVG um die Wünsche und Belange der Bürger und Ihrer Vertretung, der BVV, kümmert und diese umsetzt. Lediglich kleinere Verbesserungen im Bereich Schöneweide sowie Altglienicke sind zu verzeichnen, wo sich für unseren Bezirk etwas positiv entwickelt hat mit dem Fahrplanwechsel.
Leider sind die ausgelastesten Verbindungen im Bezirk nicht verbessert worden, weshalb JU und der OV Treptower Norden weiterhin darauf hinwirken werden, dass zwischen Alt-Treptow und Köpenick eine leistungsfähige Verbindung geschaffen wird, bestenfalls im 10-Minutentakt, die den Ansprüchen eines wachsenden Bezirks gerecht wird.
Dustin Hoffmann
Vorsitzender OV Treptower Norden

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