Volkspartei ist, wenn Volk in Partei ist. Diesen Grundsatz habe ich mir vor vielen Jahren mal eingeprägt. Immerhin hat der Ortsverband Bohnsdorf über mehr als 15 Jahre immer über 110 Mitglieder, obwohl wir als zuständiges Einzugsgebiet nur etwa 30 Prozent eines Wahlkreises haben. Das ist harte Arbeit, denn man muss den Mitgliedern auch etwas bieten.

Nicht nur unsere regelmäßigen Versammlungen, Infostände und weitere Veranstaltungen zu aktuellen Themen halten unsere Mitglieder zusammen. Wir haben beispielsweise schon 32 Busfahrten im Durchschnitt mit 45 Teilnehmern organisiert. Hamburg, Breslau, Dresden, Hannover, Rostock, Stettin und viele andere Ziele haben die Teilnehmer unserer Fahrten erlebt. Das schmiedet zusammen. Auch an einer Unterschriftensammlung zum Erhalt unserer Kulturküche haben sich über 30 Mitglieder eingebracht und so konnten in kurzer Zeit 1.900 Unterschriften gesammelt werden. An den Mitgliedervollversammlungen, die wir auf Kreisverbandsebene in den letzten Jahren organisiert haben, wurde von Bohnsdorf immer eine hohe Anzahl von Teilnehmern gestellt. All das ist vielleicht auch der Grund, dass von 20 Mitgliedern unserer Ortsverbandsversammlung am 23. Juni 19 Mitglieder für das Mitgliederprinzip auf Kreisparteitagen gestimmt haben. Es ist doch das Grundrecht eines jeden Mitgliedes Entscheidungen mitzutreffen. Fakt ist doch, dass beim Delegiertenprinzip 90 Prozent der Mitglieder bei einem Schlüssel von 10 zu 1 ausgegrenzt werden und auf Kreisparteitagen kein Stimmrecht haben. Die Befürchtung, dass zu einer solchen Veranstaltung alle 500 Mitglieder erscheinen und mit hohen Kosten für die Anmietung eines entsprechend großen Saales zu rechnen wäre, kann ich nicht teilen. Schon die Verdoppelung der bisherigen Anzahl der Teilnehmer wäre ein gutes demokratisches Signal und dafür reichen bei gleichen Kosten unsere Rathaussäle auf jeden Fall.
Ich rufe die Ortsverbände auf, diese Diskussion progressiv zu führen.

Mit freundlichen Grüßen

Fritz Niedergesäß,
Ortsvorsitzender Bohnsdorf

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