Angesichts der Turbulenzen um uns herum in Europa kann man wirklich ins Grübeln geraten. Sind wir auf dem richtigen Weg in der Europäischen Union? Haben die Deutschen mit ihrer gradlinigen Politik die Mitglieder der EU überfordert? Geht das alles zu schnell mit der angeblichen Angleichung der Lebensverhältnisse? Ich glaube nicht. Sicher fühlen sich die Menschen in manchen Ländern überfordert. Aber wieso überhaupt?

Es ist doch nicht so, dass alle Menschen sich an die gleichen Lebensgewohnheiten anpassen müssen, das wäre ja schrecklich. Ist es nicht wunderbar, dass sich die Franzosen zum Essen mehr Zeit nehmen als die Deutschen, oder dass Italiener wesentlich gelassener mit ihrem Leben umgehen. Ich finde das alles interessant und spannend. Bei uns in Berlin sind Gaststätten aus fast allen Ländern der Welt entstanden, sogar in Treptow-Köpenick.
Die Medien klagen über die gnadenlose Globalisierung der Wirtschafts- und Finanzsysteme und dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird. Andere schreiben wieder, dass es weniger Hungertote auf der Welt gibt. Was soll man da glauben. So richtig verstehe ich ja auch nicht, dass es Fußballspieler gibt, die jährlich 10 Millionen Euro erhalten. Aber darüber stimmen jedes Wochenende Millionen Fans ab, die in die Stadien laufen.
Warum die Sparkassendirektoren bis zu 800.000 Euro im Jahr erhalten, dreimal so viel wie die Bundeskanzlerin, ist mir auch unverständlich. Nun kann man diese ganzen Unterschiede nicht mal in Deutschland besser abgleichen, geschweige denn in der EU.
Was mich besorgt, ist die Entwicklung um uns herum. Türkei auf dem Weg zur Einmann Diktatur, Russland hat das schon. Die autoritären Regierungsformen nehmen zu, wie in Polen und Ungarn. Die Briten stehen vor gewaltigen Problemen nach dem Brexit.
Und wir in Deutschland - wir müssen die Ruhe bewahren und alles dazu tun, dass die Europäische Union weiter gestärkt wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Bundesregierung mit Dr. Angela Merkel an der Spitze die Klugheit und Weisheit aufbringt, Europa weiter zu stärken. Bringen wir unseren Teil dazu ein, indem wir uns im Wahlkampf toll engagieren und die CDU in Berlin zu einem guten Ergebnis führen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen August.
Fritz Niedergesäß     

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