Wolfgang Schäuble - Ehrenbürger Berlins

Deutschland hat in den letzten Jahren viel Glück gehabt mit seinen Repräsentanten an der Spitze des Staates. Ob Adenauer, Erhard, Brand, Schmidt, Kohl oder Merkel, alles außergewöhnliche Persönlichkeiten.

Eine ganz besondere Stellung nimmt Wolfgang Schäuble ein. Keiner hat jemals länger als er ein Bundestagsmandat wahrgenommen. Er hat es auch über 40 Jahre immer direkt erworben. Schon vor dem Zusammenbruch des Sozialismus war er in der „Bonner Zeit“ als ein außergewöhnlich konstruktiver Arbeiter, Abgeordneter, Fraktionsgeschäftsführer, Kanzleramtsminister und Bundesminister bekannt.

Es war nun ein weiterer Glücksfall, dass er von Helmut Kohl als Verhandlungsführer der westdeutschen Seite für den Einheitsvertrag eingesetzt wurde. Für die ostdeutsche Seite war die Berufung von Günter Krause, den der erste frei gewählte Ministerpräsident der DDR Lothar de Maiziere eingesetzt hatte, ebenfalls eine glückliche Fügung. Das war für beide sicher der härteste Job, den sie jemals im Leben zu leisten hatten. Es waren ja auch nur drei bis vier Monate Zeit, in denen dieses gewaltige Programm zusammengetragen werden musste.

Aber wer sich heute die Frage stellt, wo dieser Mann die außergewöhnliche Kraft hernimmt, all diese Probleme als Finanzminister nicht nur für Deutschland, letztlich für Europa, immer wieder auf den richtigen Weg zu bringen, der findet die Antwort in den Grundüberzeugungen dieses Wolfgang Schäuble. Ein deutscher Patriot im besten Sinne, dem die Einheit Deutschlands und eine funktionierende Europäische Union ein Herzensbedürfnis ist.

Berlin wird ihm seine Rede vom 20. Juni 1991 immer danken, mit der er uns endgültig wieder zur Hauptstadt Deutschlands verholfen hat. Jetzt können wir nur noch hoffen, dass er 2017 nach der Bundestagswahl wieder an der Seite der Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder Finanzminister wird. Dann ist mir um Deutschland und Europa nicht mehr bange.

Herzlich Ihr
Fritz Niedergesäß  

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