Mitwirken und Einfluss nehmen

Kreisvorsitzender Maik Penn im Interview

Seit 2016 vertritt Maik Penn den Bezirk Treptow-Köpenick im Berliner Abgeordnetenhaus.
Der gebürtige Köpenicker ist Sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und gehört dem Sozialausschuss, Innenausschuss und Petitionsausschuss an. 
Erneut nimmt Maik Penn in einem Interview Stellung zu aktuellen Themen und zur Mitgliedschaft in der CDU.


 

Sind Sie zufrieden mit den Rückmeldungen zur ersten Ausgabe des neuen Druckerzeugnisses der CDU Treptow-Köpenick? 


Penn: Absolut! Es ist genau das eingetreten, worauf wir gesetzt haben: Die Leserinnen und Leser haben sich teilweise kritisch mit den inhaltlichen Beiträgen auseinandergesetzt, aber auch Hinweise zu neuen Themen aus den Ortsteilen gegeben. 
 
Was bewegt die Menschen momentan besonders? 

Im Grunde gibt es kaum ein Thema und keine Ebene, welche nicht berührt ist. Mal ist es die Baustelle vor der Haustür oder auf dem Weg zur Arbeit, welche ewig nicht fertig wird. Im nächsten Fall geht es um die Suche nach einem wohnortnahen Kita-Platz oder Probleme mit Ämtern. Ebenso auch Fragen zur Rente, Pflege oder Flüchtlingspolitik. Die Mitteilungen decken sich mit dem, was mich auch in den monatlichen Bürgersprechstunden oder bei meiner Arbeit als Mitglied des Petitionsausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus erreicht. 
 
Und wie können Sie dann konkret helfen? 

Zum Teil wende ich mich direkt an die zuständigen Behörden oder empfehle und begleite dann eine Petition. Nachvollziehbarerweise ist es dem Bürger zumeist egal, ob der Bezirk, eine Senatsverwaltung oder der Bund zuständig ist. Hier fängt die Hilfe häufig an, die richtigen Ansprechpartner zu benennen oder bestimmte Prozesse in Gang zu setzen, damit man sich sachgerecht mit den Anliegen befasst. 

Nun gibt es aber auch ganz große Themen, haben Sie hierauf überhaupt Einfluss? 

In Treptow-Köpenick oder im Landesparlament regeln wir natürlich nicht die großen Zukunftsfragen der demografischen Entwicklung, von Rente oder Digitalisierung. Nehmen Sie das große Thema der Flüchtlingspolitik. Hier gibt es selbstverständlich auch in der Mitgliedschaft der CDU Treptow-Köpenick das gesamte Meinungsspektrum, wie in einer großen Partei üblich. Vor Ort bekommen wir auch die Prügel für bundespolitische Entscheidungen, auf die wir nur sehr begrenzt Einfluss haben. Einfache Lösungen für komplexe Sachverhalte gibt es ausgesprochen selten, auch wenn manche Zeitgenossen dies glauben machen wollen. 
 
Genau darauf zielte die Frage, wie der Einfluss tatsächlich aussieht... 

Zu landespolitischen Themen wie Schule, Polizei oder beispielsweise Wohnungsbau bringen wir uns als Oppositionspartei im Abgeordnetenhaus konstruktiv ein. Gerne beantworte ich auch die Fragen interessierter Leser dieser Zeitung, vermittle den Kontakt zu den Fachpolitikern oder übersende entsprechendes Infomaterial. Gehen bei uns bundespolitische Fragestellungen ein, steht uns hierfür der Berliner Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann zur Verfügung. Ebenso die CDU-Landesvorsitzende und Staatsministerin im Kanzleramt, Monika Grütters, die gezielt Anliegen aufnimmt und transportiert. Es geht hierbei gerade auch darum, Meinungen und Stimmungen aufzunehmen, diese in die Politik einfließen zu lassen. 
 
Wie leicht oder schwer ist es in diesen Zeiten eigentlich neue Mitglieder zu gewinnen? 

Gerade im Ostteil der Stadt, so auch in unserem Bezirk, hört man nach wie vor relativ häufig: „Nein, in eine Partei trete ich nicht ein!“. Dies rührt häufig aus früheren Erfahrungen, aber auch aus dem Image von Parteien, zu dem sie mitunter selbst beigetragen haben. Demokratie lebt vom Austausch und von politischen Parteien, die mit verschiedenen Konzepten antreten und der Wählerschaft so Angebote unterbreiten. Und es gibt sie, die Unterschiede: Die CDU ist für mehr Videoüberwachung an kriminalitätsbelasteten Orten. Rot-Rot-Grün verweigert sich dem bisher hartnäckig. Wir wollen deutlich mehr bezahlbaren Wohnraum in der Stadt. Der Senat und auch einige Bezirke blockieren eine ganze Reihe von Bauvorhaben, häufig mit hohem Anteil preisgebundener Mietwohnungen. Bei all diesen Themen geht es auch darum, selbst mitzuwirken und Einfluss zu nehmen. In diesen Zeiten ist es sicherlich nicht einfacher geworden, aber wir halten seit Jahren unsere Mitgliederzahlen recht stabil. Jeweils rund ein Drittel an Austritten, Umzügen und Todesfällen werden durch Neueintritte weitestgehend kompensiert. 

Was erwartet einen als Mitglied der CDU Treptow-Köpenick? 

Anders als etwa in einem Sportverein, wo man zum Beispiel regelmäßig Turniere durchführt oder eine Schwimmhalle nutzt, sind die meisten Mitglieder einer Partei eher passiv dabei. Es gibt in den acht Treptow-Köpenicker Ortsverbänden monatliche Stammtische, bei denen man sich austauscht und Themen einbringen kann. Auf Kreisebene führen wir Veranstaltungen mit verantwortlichen Politikern durch oder organisieren Einrichtungsbesuche. Aber auch das Vereinsleben kommt nicht zu kurz, es gibt regelmäßige Busfahrten, Grillfeste und anderweitige Aktivitäten. Man muss auch nicht gleich Mitglied werden und kann erst einmal hineinschnuppern. Miteinander für Treptow-Köpenick ist unser Motto – jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten. 
 
Herr Penn, ein gutes Schlusswort! Vielen Dank für das Gespräch! 

Hat mir auch wieder Freude gemacht! Und an die Leserschaft das Angebot: Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wir sind in keiner Glocke unterwegs, sondern stammen aus der Nachbarschaft! Besuchen Sie mich im Berliner Abgeordnetenhaus, im Bürgerbüro in Treptow-Köpenick oder tragen Sie mir Ihr Anliegen vor: buero@Penn-tk.de oder telefonisch unter 030-65075392.
 

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