Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen

Am Samstag, dem 17. Februar besuchte der Ortsverband Bohnsdorf die Stasi-Gedenkstätte in Hohenschönhausen. Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen erzählt Geschichte politischer Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde hier zunächst ein sowjetisches Speziallager eingerichtet, später befand sich hier das zentrale sowjetische Untersuchungsgefängnis. Danach übernahm 1951 das Ministerium für Staatssicherheit das Gefängnis und baute es zu einer Festung aus. Die politisch Andersdenkenden wurden von ihrer Außenwelt hermetisch abgeschnitten, hatten keinen Kontakt zu ihren Mithäftlingen und wurden von geschulten Vernehmern oft monatelang  verhört.

Die Mitglieder des Ortsverbandes wurden durch einen ehemaligen Häftling des Gefängnisses durch die Gebäude geführt, der zudem auch noch in Bohnsdorf gelebt hatte. Von dort wurde er mit 20 Jahren aus seinem Elternhaus von der Staatssicherheit abgeholt und nach stundenlanger Irrfahrt durch Berlin in einem der abgebildeten, oft als Obst- und Gemüsefahrzeug nach außen hin getarntes Fahrzeug nach Hohenschönhausen gebracht.
   
Nach drei Monaten wurde er mangels Beweisen freigelassen, jedoch war fortan seine berufliche Karriere zerstört. Erst mit der friedlichen Revolution in Deutschland konnte unser Begleiter ein Leben in wirklicher Freiheit führen. Besonders beeindruckt waren wir von den Erzählungen, Erklärungen direkt vor Ort an den Zellen, in den Verhörräumen, Fluren, im Keller und auf dem Hof des Geländes. 

Mit freundlichen Grüßen
Cornelia Flader 

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